Selbstzweifel und mangelndes Selbstvertrauen: warum sie deinen beruflichen Neustart blockieren
Ok, Hand aufs Herz. Das geht jetzt schon eine ganze Weile so. Du bist unzufrieden in deinem Job und ehrlich gesagt auch ziemlich unglücklich. Eigentlich würdest du gerne etwas ändern, aber du weißt nicht so recht, wie. Außerdem fehlt dir der Mut und das Vertrauen in dich selbst, die Sache endlich anzugehen. Na, kommt dir das bekannt vor? Wenn du dir ständig einredest „Das schaffe ich nicht“ oder „Ich bin nicht gut genug“, dann trittst du auf der Stelle und blockierst deine berufliche Veränderung.
Und glaub mir: Damit bist du nicht allein. Ich begleite Menschen, die unzufrieden im Job sind und sich neu orientieren wollen. Immer wieder höre ich dieselben Sätze: „Ich bin nicht gut genug.“ „Was, wenn ich versage?“ Gerade Frauen zweifeln überdurchschnittlich oft an sich selbst, sehen ihre Stärken nicht und machen sich kleiner, als sie sind. Das Ergebnis? Grübeln statt handeln, Listen mit 27 Gründen, warum es sowieso nicht klappt, statt mutig die ersten Schritte zu gehen.
Der Punkt ist: Selbstzweifel sind eine echte Blockade. Sie halten dich davon ab, ins Handeln zu kommen, und lassen dich im Jobfrust feststecken. Als Coach für berufliche Neuorientierung habe ich schon unzählige Male gesehen, wie sehr Selbstkritik und fehlendes Vertrauen die Menschen lähmen.
Fragst du dich auch: Warum klappt es bisher nicht? Weil du wahrscheinlich auf die falschen Lösungen setzt. Du denkst, du müsstest erst perfekt vorbereitet sein, bevor du losgehst. Oder dass andere einfach mehr Talent, Glück oder Chancen haben als du. Die Wahrheit ist: Der Unterschied zwischen denen, die etwas verändern, und denen, die steckenbleiben, liegt nicht im Können, sondern im Handeln. Wer wirklich etwas will, findet Wege. Wer es nicht wirklich will, findet Ausreden.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du Selbstzweifel entlarvst, dein Selbstvertrauen stärkst und den Mut findest, aus der Komfortzone auszubrechen. Damit du dich endlich auf den Weg machen kannst zu einem Job, der zu dir passt, bei dem du zufrieden bist und für den du montags gerne wieder aufstehst.
Mut entwickeln und wie du die Veränderung angehst
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern das Handeln trotz Angst. Der große Unterschied zwischen Menschen, die in ihrer Komfortzone kleben bleiben, und denen, die sie verlassen, ist nicht, dass die einen keine Angst hätten. Sie handeln einfach trotzdem. Das klingt banal, ist aber der entscheidende Unterschied.
Der Trick liegt in kleinen Schritten. Eine erste Bewerbung oder ein Gespräch mit jemandem, der dort arbeitet, wo du hinwillst. Jeder Schritt beweist dir, dass du mehr kannst, als deine innere Stimme behauptet. Und wenn du dann mal anfängst loszugehen, merkst du: Es ist gar nicht so schlimm. Mit jeder weiteren Sache, die du in Angriff nimmst, wirst du selbstbewusster und traust dich mehr. Also frage dich: Welche kleine Aktion kannst du morgen konkret unternehmen, um den ersten Schritt zu gehen?
Wie Selbstzweifel dich klein halten und wie du sie entlarvst
Selbstzweifel sind wie ein nerviger Mitbewohner, der ständig kommentiert: „Das kannst du nicht.“ „Das wird nichts.“ Das Problem ist: Je länger du ihm zuhörst, desto mehr glaubst du ihm. Und dann bleibst du lieber im Alten stecken, als dich ins Neue zu wagen.
Laut Studien unterschätzen besonders Frauen ihre eigenen Leistungen und schreiben Erfolge dem Zufall, Glück oder Hilfe von außen zu. Ist das bei dir auch so? Dann führt das oft dazu, dass du Projekte ablehnst, weil du denkst, du wärst nicht gut genug, oder Verantwortung scheust, obwohl du sie längst tragen könntest.
Der Schlüssel ist, Beweise gegen deine Selbstzweifel zu sammeln. Schreibe dir auf, was du erreicht hast. Bitte Menschen in deinem Umfeld, dir ehrliches Feedback zu geben. Reflektiere, wo du bereits Verantwortung übernommen und etwas bewegt hast. Stück für Stück entlarvst du so die Stimme im Kopf als das, was sie ist: ein aufgeblasener Kritiker ohne Substanz. Und du wirst merken: Du bluffst nicht. Du bist wirklich kompetent.
Deine Komfortzone ist sicher, aber gefährlich bequem
Die Komfortzone ist wie ein sicherer Hafen oder ein gemütliches, bequemes Sofa: Aber wenn du zu lange dort bleibst, wirst du träge. Und je länger du es dir dort gemütlich gemacht hast, desto schwieriger wird es, da rauszukommen. Ja, es fühlt sich sicher an, immer wieder dieselben Abläufe zu durchlaufen, denselben Job zu machen. Wachstum passiert nicht in der Komfortzone, sondern wenn du sie verlässt.
Paulo Coelho hat es auf den Punkt gebracht: „Wenn du mutig genug bist, dich von der Küste zu entfernen, wirst du neue Ozeane entdecken.“ Also mal ehrlich: Wie ist das bei dir? Hast du es dir in deiner Komfortzone gemütlich gemacht, oder bist du bereit, den Sprung ins Unbekannte zu wagen und Neues zu entdecken?
Warum der Vergleich mit anderen dein Selbstvertrauen sabotiert
„Ach, bei allen anderen klappt das doch mühelos, nur bei mir nicht.“ Kennst du diesen Gedanken? Kaum hast du LinkedIn geöffnet oder durch Social Media gescrollt, schon scheint jeder andere mühelos Karriere zu machen. Der Kollege von früher ist befördert worden, die Freundin hat einen Traumjob ergattert und du steckst immer noch in deinem Job fest, in dem du unglücklich bist.
Das Problem: Wir vergleichen uns ständig mit dem, was wir von anderen sehen, und vergessen dabei, dass wir nur die Highlights sehen. Nicht die Mühen, nicht den Stress, nicht die Rückschläge, nicht die schlaflosen Nächte. Psychologen nennen das Social Comparison Theory: Wer sich permanent vergleicht, senkt unweigerlich das eigene Selbstwertgefühl. Vergleiche sind wie ein Dieb der Freude. Sie klauen Energie und Selbstvertrauen.
Eleanor Roosevelt sagte schon: „Niemand kann dich ohne deine Zustimmung minderwertig fühlen lassen.“ Also: Lässt du zu, dass dich Vergleiche runterziehen, oder erkennst du, dass andere nur ihre Glanzlichter zeigen und nicht die Herausforderungen dahinter?
Angst vor Fehlern und warum es kein Scheitern gibt, sondern nur Lernerfahrungen
Vielleicht gehörst du zu denjenigen, die Angst haben zu versagen und deshalb gar nicht erst starten. Dann malst du dir das Worst-Case-Szenario aus und denkst eher an das, was schiefgehen könnte, statt an das, was klappen könnte.
Doch was bedeutet Scheitern eigentlich? Gibt es das überhaupt? Letztendlich machst du Erfahrungen, lernst etwas Neues und bekommst Einblicke. Du hast eine Jobabsage bekommen und haderst. Aber hey, vielleicht kannst du beim nächsten Mal deine Stärken noch besser zeigen. Und weil es nicht geklappt hat, kann etwas Besseres kommen, das viel mehr zu dir passt.
Thomas Edison sagte: „Ich habe nicht versagt. "Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren.“ Henry Ford ergänzte: „Scheitern ist die Gelegenheit, neu anzufangen.“ Wenn du diese Einstellung einnimmt, hast du schon ganz viel gewonnen.
Perfektionismus: warum „better done than perfect“ dein Mantra sein sollte
Ah, der liebe Perfektionismus. Der stille Saboteur deines beruflichen Neustarts. Er gaukelt dir vor, dass du erst loslegen darfst, wenn alles zu 100 Prozent stimmt. Also schreibst du die Bewerbung nochmal um, korrigierst die Präsentation zum 21. Mal oder wartest noch „bis du bereit bist“. Die Wahrheit: Du wirst nie perfekt vorbereitet sein. Und wenn du erst anfängst, wenn du dich bereit fühlst, kannst du lange warten.
Das Motto „Better done than perfect“ ist ein Weg raus aus der Lähmung. Handle, auch wenn es nicht perfekt ist. Denn jeder Schritt bringt dich weiter als monatelanges Zögern. Denk an die 80-20-Regel: Mit 20 Prozent Aufwand erreichst du oft schon 80 Prozent des Ergebnisses. Fang einfach mal an, trau dich, mach etwas sichtbar, hol dir Feedback und justiere nach. Der Rest ist Feinschliff und der kann später kommen.
Wie du deine Stärken erkennst und Mut aufbaust
Oft siehst du deine eigenen Stärken nicht, weil du sie für selbstverständlich hältst oder weil sie dir gar nicht bewusst sind. Oder weil deine innere Kritikerin dir ständig erzählt, dass es nicht genug sei. Höchste Zeit, das zu ändern.
Kleiner Tipp: Schreibe jeden Tag drei Dinge auf, die du gut gemacht hast. Du wirst sehen, das macht einen Unterschied. Feiere deine Erfolge, reflektiere am Ende der Woche, was du erreicht hast. Wenn du mal wieder im totalen Selbstzweifel abdriftest, schau auf deine Erfolgsliste. Sichtbarkeit deiner Erfolge erzeugt Selbstbewusstsein und genau das brauchst du, um den beruflichen Neustart zu meistern.
Du wachst morgens nicht plötzlich mutig auf. Mut entsteht dabei nicht aus einem großen „Jetzt bin ich mutig- Moment”, sondern aus vielen kleinen Schritten. Jedes Mal, wenn du deine Komfortzone verlässt, wächst dein Selbstvertrauen. Und genau das ist die Basis für echte Veränderung.
Jetzt frage dich mal ehrlich: Was hast du gelernt?
Wenn du diesen Beitrag bis hierhin gelesen hast, hast du nicht nur gelernt, wie du Selbstzweifel entlarvst, sondern auch wie du dein Selbstvertrauen stärkst und Mut aufbaust. Du hast auch verstanden, warum die meisten sich dabei selbst im Weg stehen. Nämlich Perfektionismus, Grübelei, ständiger Vergleich mit anderen, Angst vor Fehlern und wenn man zu lange in der Komfortzone bleibt. Was ist also der nächste Schritt? Entscheide dich bewusst, loszugehen. Schritt für Schritt, klein und mutig. Wer wirklich etwas verändern möchte, findet Wege. Wer es nicht will, findet Ausreden.
Also, wie ist das bei dir? Wartest du noch, dass Mut und Selbstvertrauen plötzlich über Nacht kommen, oder gehst du los, um deinen beruflichen Neustart zu gestalten? Damit du einen Job finden, für den du montags wieder gerne aufstehst. Und wenn du jemanden an deiner Seite brauchst, der deine Cheerleaderin ist und dich bestärkt und ermutigt, dann buch dir ein Kennenlerngespräch und wir schauen, ob wir miteinander ein Stück des Weges gemeinsam gehen können.