Warum dein Job dir Energie raubt und dein Körper Alarm schlägt und was die meisten dabei falsch machen
Die 12 größten Fehler im Job die dir Energie rauben und wie du sie endlich vermeidest
Fühlst du dich morgens schon ausgelaugt, bevor der Arbeitstag überhaupt beginnt? Der Wecker klingelt, du schleppst dich wie ein Zombie aus dem Bett, und allein der Gedanke an den Job löst Druck oder sogar Bauchschmerzen aus. Vielleicht ist es die schiere Menge an Aufgaben, die dich überfordert. Vielleicht sind es Konflikte, fehlende Wertschätzung oder ein Umfeld, das dir nicht guttut. Dein Körper schlägt längst Alarm und zeigt es dir mit Müdigkeit, Verspannungen oder innerer Leere.
Du willst dich endlich wieder ausgeglichen, zufrieden und energiegeladen fühlen. Stattdessen stresst dich die Arbeit, dein Job zieht dich runter und laugt dich aus. Und du fragst dich: Wie kann ich das ändern? Aus meiner Erfahrung in der Begleitung von Menschen in beruflichen Veränderungsprozessen weiß ich: Energielosigkeit, Kraftlosigkeit und der Verlust von Motivation tauchen immer wieder auf, wenn man im falschen Job steckt. Und genau das lässt sich lösen.
Wer verstehen will, warum Unzufriedenheit und Abgeschlagenheit immer wieder auftauchen und warum selbst Urlaub die Batterien nicht mehr richtig auflädt, muss die eigentliche Ursache erkennen. Es sind nicht nur zu viele Aufgaben. Oft steckt tiefer dahinter, dass du gegen deine eigenen Werte, Bedürfnisse und Grenzen arbeitest und dass Job und Umfeld nicht zu dir passen.
Genau hier setzt dieser Beitrag an. Ich zeige dir die 12 größten Fehler im Job, die dir Energie rauben, und wie du sie vermeidest. Du erfährst, was dich bisher blockiert und welche Schritte dir helfen, wieder in deine Kraft zu kommen. Genau deshalb ist es so wichtig, die Ursachen zu erkennen. Denn nur wer versteht, warum er erschöpft ist, kann gezielt gegensteuern. Klingt vielleicht erstmal kompliziert, ist es aber gar nicht. Also lies gerne weiter.
Fehler Nr. 1: Du ignorierst die Warnsignale deines Körpers
Dein Körper sendet dir klare Botschaften, doch du hörst nicht hin. Kopfschmerzen, Verspannungen, Schlafprobleme oder Magenbeschwerden sind keine Nebensächlichkeiten, sondern ernsthafte Alarmsignale. Du fühlst dich ständig urlaubsreif, doch selbst nach einer Auszeit bist du kaum erholt und zählst schon wieder die Tage bis zum nächsten Urlaub.
Vielleicht kennst du das: Du sitzt im Büro, kämpfst dich durch eine Aufgabe und dein Kopf ist schon völlig überlastet. Statt eine Pause einzulegen, greifst du zum dritten Kaffee, nur um irgendwie durchzuhalten. Dein Körper schreit nach Erholung, doch du übergehst ihn. Es ist, als würdest du im Auto sitzen, die Tankanzeige leuchtet rot, und anstatt zu tanken, trittst du noch stärker aufs Gaspedal, bis der Wagen irgendwann liegen bleibt.
Viele machen genau diesen Fehler: Sie reden sich ein, dass es „normal“ sei, erschöpft und angespannt durch den Alltag zu gehen. Doch das stimmt nicht. Dein Körper ist nicht dein Gegner, sondern dein wichtigster Verbündeter. Hörst du nicht auf seine Signale, wird er sie nur noch deutlicher und schmerzhafter senden.
Fehler Nr. 2: Du verharrst zu lange in einer Situation, die dir schadet
Gehörst du zu den Menschen, die in einem Job bleiben, der ihnen nicht guttut? Du bist nicht allein. Viele verharren in Situationen, die frustrierend, aber vertraut sind, weil Veränderung anstrengend ist und das Unbekannte Angst macht. Tag für Tag gehst du zur Arbeit, quälst dich durch Aufgaben, bist demotiviert und energielos. Vielleicht schaust du dich halbherzig nach anderen Jobs um, doch am Ende tust du nichts, weil du dich nicht aufraffen kannst, dich zu bewerben. Du weißt zwar irgendwie, dass du nicht am richtigen Ort bist und dass dir diese Situation langfristig nicht guttut, und trotzdem bleibst du.
Das Vertraute gibt Sicherheit, selbst wenn es nervt. Du kennst die Abläufe, die Kollegen, die Herausforderungen. Alles ist zumindest berechenbar. Und ganz ehrlich, ein großer Teil davon ist Bequemlichkeit. Genau deshalb bleibst du in einem Job, der dir nicht guttut. Das Unbekannte wirkt riskant, obwohl es genau das sein könnte, was dich wirklich weiterbringt.
Wenn du ehrlich bist: Wie oft erzählst du Freunden von deinem Jobfrust oder beklagst dich zu Hause und machst trotzdem einfach weiter wie gewohnt? Genau das ist der Fehler.
Fehler Nr. 3: Du setzt keine Grenzen
Neues Projekt? Klar, du machst mit. Präsentation für deine Chefin, obwohl du längst Feierabend hättest? Kein Problem. Das Geschenk für den Kollegen organisieren? Machst du natürlich gerne. Wer sonst?
Doch jedes „Ja“, das nicht wirklich aus Überzeugung kommt, ist ein „Nein“ zu dir selbst. Kommt dir das bekannt vor? Dann gehörst du zu denen, die Hilfsbereitschaft mit Selbstaufgabe verwechseln. Warum tust du das? Aus Angst, andere zu enttäuschen? Weil du gefallen willst? Oder einfach, weil „Nein sagen“ schwerfällt?
Gute Nachricht: Grenzen setzen kann man lernen. Einer meiner Lieblingssprüche lautet: „Nein ist ein kompletter Satz. Punkt.“
Fehler Nr. 4: Du vernachlässigst, was dir guttut
Also, mal ehrlich: Wie verbringst du eigentlich deine Feierabende und Wochenenden? Du sitzt abends völlig erschöpft auf dem Sofa, scrollst stundenlang durch Social Media oder bingst eine neue Serie. Schwuppdiwups, sind wieder drei Stunden vorbei und eigentlich wolltest du doch zum Sport.
Netflix-Binge-Watching oder stundenlanges Scrollen ist keine Erholung. Es betäubt höchstens, lädt deinen Akku aber nicht auf. Dann nimmst du dir vor, in den nächsten Tagen endlich joggen zu gehen, aber stattdessen sitzt du noch am Laptop, weil „das dringend fertig werden muss“. Der Frust steigt. Und ein lang geplantes Treffen mit Freunden musst du schon wieder absagen, weil eine Deadline drängt. Drei Stunden Instagram-Reels anschauen das geht dagegen immer. Komisch, oder?
Der Fehler: Du setzt keine Priorität auf echte Erholung. Bewegung, Natur, gute Gespräche, Musik, Kreativität. All das, was dich wirklich nährt, lädt dich auf, aber nur, wenn du ihm bewusst Raum gibst. Wann hast du dich das letzte Mal wirklich genährt durch eine Aktivität, die dir gutgetan hat?
Fehler Nr. 5: Du hast Angst vor Veränderung
Vielleicht merkst du tief in dir, dass dein Job eigentlich nicht mehr passt. Du spürst: Irgendetwas muss sich ändern. Aber allein der Gedanke daran, dich wirklich damit auseinanderzusetzen, stresst dich. Angst, Unsicherheit und die Frage „Was, wenn ich scheitere?“ halten dich zurück.
Warum ist das so? Ganz einfach: Unser Gehirn ist ein alter Überlebenskünstler. Bekannte Situationen geben uns Sicherheit und das Gefühl von Kontrolle. Das Unbekannte wirkt bedrohlich. Veränderung setzt uns unter Stress, weil wir evolutionär darauf getrimmt sind, Risiken zu vermeiden. Lieber verharrst du im bekannten Frust, weil der wenigstens berechenbar ist. Doch je länger du wartest, desto größer wird die innere Anspannung. Angst vor Veränderung lähmt dich und raubt dir Energie und Lebensfreude.
Und jetzt kommt es: „Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ Ganz schön provokant, oder? Wer es trotzdem wagt, merkt: Das Unbekannte ist gar nicht so schlimm. Es ist nur anders und voller Möglichkeiten.
Fehler Nr. 6: Du glaubst, „Durchhalten“ sei eine Stärke
Viele sind stolz darauf, sich durchzubeißen. Sie kommen krank ins Büro, machen Überstunden, obwohl sie längst erschöpft sind, und halten durch, koste es, was es wolle.
Die Wahrheit ist: Das ist kein Beweis von Stärke, sondern von Selbstvernachlässigung. Überstunden sind keine Bonuspunkte, die du am Ende eintauschen kannst. Sie sind eher wie ein Kredit mit extrem hohen Zinsen und die Rechnung kommt sicher.
Fehler Nr. 7: Du vergleichst dich ständig mit anderen
„Die Kollegin schafft doch auch alles.“ „Andere haben noch mehr Stress.“ „Ich darf mich nicht beschweren.“
Solche Gedanken halten dich klein. Dein Maßstab sollte nicht sein, was andere ertragen, sondern was dir guttut. Nur weil jemand mit 60-Stunden-Woche und drei Stunden Schlaf „funktioniert“, heißt das nicht, dass du das auch solltest.
Fehler Nr. 8: Du holst dir keine Unterstützung
„Ich muss das allein schaffen.“ Vielleicht kennst du diesen Glaubenssatz. Und du gehörst zu denjenigen die es gewohnt sind alles irgendwie alleine zu wuppen und denen es schwerfällt, um Hilfe zu bitten oder sich gar einzugestehen, dass es ihnen gerade nicht gut geht.
Unterstützung suchen sei es durch Coaching, Gespräche mit Freunden oder professionelle Begleitung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Klarheit und auch von Selbstfürsorge.
Wenn dein Auto kaputt ist, bringst du es ja auch in die Werkstatt, statt dir selbst stundenlang die Hände schmutzig zu machen. Warum also solltest du dein Leben allein reparieren müssen?
Fehler Nr. 9: Du wartest auf den perfekten Zeitpunkt
„Wenn dieses Projekt vorbei ist, dann…“ „Nach dem nächsten Urlaub fange ich an…“ „Wenn ich genug gespart habe, dann…“
Der perfekte Zeitpunkt kommt nicht. Es gibt immer eine Deadline, eine Verpflichtung, ein „erst noch“. Wer wartet, verliert Zeit und manchmal Jahre. Die Frage ist: Wie lange willst du noch warten bis dein Körper endgültig den Stecker zieht?
Fehler Nr. 10: Du definierst deinen Wert über Leistung und Jobtitel
„Ich bin Abteilungsleiterin, also zählt das.“ „Mein Vertrag ist top, also darf ich nicht jammern.“ Ich habe hier super gute Konditionen oder ich verdiene einfach wirklich gut und habe viele Benefits im Job.
Aber wenn die äußere Fassade glänzt, während du innerlich total unglücklich bist, stimmt etwas nicht. Dein Selbstwert sollte nicht an deinem Jobtitel hängen, sondern daran, ob du gesund, erfüllt und in deiner Kraft bist.
Fehler Nr. 11: Du hältst Selbstfürsorge für Egoismus
„Ich kann doch nicht ins Yoga, ich habe noch so viel zu tun und muss dringend etwas fertig machen.“ „Ich habe keine Zeit für Mittagessen, es ist einfach zu viel los.“ Wie oft isst du noch schnell am Computer oder schiebst dir zwischendurch einen Snack ein, weil keine Zeit für eine richtige Mittagspause bleibt? „Ich kann doch nicht pünktlich gehen, wenn die Kollegen noch bleiben.“
Doch, kannst du. Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern die Grundlage, um langfristig gesund, leistungsfähig und glücklich zu bleiben. Wer sie ignoriert, bezahlt später den Preis, garantiert.
Fehler Nr. 12: Du handelst nicht
Du weißt längst, dass sich etwas ändern müsste und trotzdem machst du nichts. Du hoffst, dass ein Wunder geschieht und sich die Situation von selbst löst. Aber ich sag es mal ganz direkt: Da kannst du lange warten.
Die Wahrheit ist: Sich nicht zu entscheiden ist auch eine Entscheidung, nämlich zu verharren und nichts zu tun. Klar, Veränderung kann Angst machen und unbequem sein. Aber wenn du nichts unternimmst, wirst du nur noch unzufriedener, frustrierter und unglücklicher. Manche Menschen müssen erst ganz tief sinken, bis sie wirklich ins Handeln kommen.
Und jetzt die Frage an dich: Gehörst du zu denen, die erst einen Wake-up-Call brauchen oder fängst du an, bevor es richtig weh tut?
Fazit: Dein Körper weiß es längst
All diese Fehler haben eines gemeinsam: Sie halten dich in einem Leben gefangen, das dich erschöpft, statt dich zu erfüllen. Dein Körper sendet dir längst Signale, und tief in dir weißt du wahrscheinlich, dass es so nicht weitergehen kann.
Die Frage ist: Was passiert, wenn du einfach weitermachst wie bisher? Wo stehst du in einem Jahr ? Vermutlich immer noch müde, frustriert, ausgelaugt, oder? Oder entscheidest du dich jetzt, deine Situation nicht länger schönzureden, sondern etwas zu ändern?
Gegenbeispiel: Stell dir vor, du wachst in einem Jahr morgens mit Freude auf, gehst gerne zur Arbeit, fühlst dich erfüllt und spürst: Dein Job passt endlich zu dir und deinem Leben. Ja, das ist möglich. Aber nur, wenn du den ersten Schritt gehst.
Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Ich begleite Menschen bei der beruflichen Neuorientierung und helfe ihnen, herauszufinden, welcher Job wirklich zu ihnen passt. Stell dir vor du hast einen Job, der Energie gibt, statt sie dir zu rauben. Vielleicht möchtest du ein erstes Kennenlerngespräch buchen, um zu schauen, wie ich dich dabei unterstützen kann. Hier entlang.
Und wenn du jetzt noch unsicher bist, wo genau dein Energieverlust liegt: Lade dir hier meine Jobzufriedenheitsskala herunter. Damit erkennst du blitzschnell, welche Bereiche im Job dir Energie rauben und wo du ansetzen kannst, um deine Arbeitszufriedenheit spürbar zu steigern.