Warum deine beste Freundin nicht deine beste Berufsberaterin ist

Deine beste Freundin (oder Freund) kennt dich seit Jahren. Sie weiß, wann du Schokolade brauchst und dass du bei zu wenig Schlaf grundsätzlich unausstehlich bist. Sie ist großartig. Aber wenn es darum geht, was du beruflich wirklich willst ist sie wahrscheinlich nicht die richtige Ansprechperson.

Was deine Freundin sieht und was nicht

Also, warum ist deine beste Freundin nicht die ideale Berufsberaterin? Freundinnen (oder Freunde natürlich) sehen dich durch die Brille eurer gemeinsamen Geschichte. Sie kennen deine Stärken, aber oft auch deine alten Rollen: „Die Kreative“, „Die Chaotische“, „Die Verantwortungsvolle“. Was sich längst verändert hat, bleibt da manchmal unsichtbar. Und weil sie dich nicht verunsichern, sondern aufmuntern wollen, vermeiden sie oft genau die Fragen, die dich wirklich weiterbringen würden.

Coaching dagegen ist ein Prozess, der dich anstößt, weiterzudenken auch dort, wo es unbequem wird. Während deine beste Freundin vielleicht völlig zufrieden in ihrem sicheren Konzernjob ist und vielleicht selbst Angst vor Veränderungen hat, schaut ein Coach neutral auf deine Situation mit klarem Blick auf dich.

Das „Ich schaffe das alleine"-Mindset

Wenn das eigene Umfeld nicht die richtige Anlaufstelle ist, kommt der nächste Gedanke meistens von ganz alleine: Dann eben alleine. Du hast schließlich schon so viel selbst hinbekommen. Warum sollte das hier anders sein? Aber hier liegt der Haken: Klar, es geht auch alleine aber es kostet unnötig Zeit, Nerven und Energie. Und du willst ja eigentlich so schnell wie möglich deine berufliche Situation verändern, oder?

Denn was tatsächlich passiert (und wenn du ehrlich bist, passiert es vielleicht schon seit Monaten): Du denkst nach, kommst zu einem Ergebnis, verwirfst es wieder, denkst nochmal nach. Und irgendwann sitzt du an exakt dem gleichen Punkt wie vor drei Monaten, nur mit mehr Fragezeichen im Kopf und dem Gefühl, dass das Thema irgendwie größer geworden ist, ohne dass du weißt warum.

Du grübelst so lange über eine Entscheidung, bis du dir selbst nicht mehr sicher bist, was du überhaupt willst. Was vorher noch klar wirkte, verschwimmt. Und am Ende weißt du nur noch, dass du müde bist von dem ganzen Nachdenken aber keinen Schritt weiter.

Genau da kann Coaching den Unterschied machen. Nicht weil ein Coach die Antworten hat, die du nicht hast. Sondern weil ein frischer Blick von außen oft blinde Flecken aufzeigt.

Was Coaching wirklich verändert und was andere darüber sagen

Ich könnte jetzt viel darüber schreiben, was Coaching leisten kann. Aber ehrlich gesagt erzählen es die Menschen, die ich begleiten durfte, viel besser als ich es je könnte.

Fokus und Motivation wieder finden

Wenn wir alleine an unseren Herausforderungen arbeiten, neigen wir dazu, uns zu verzetteln. Coaching kann Struktur und Klarheit bringen und dafür sorgen, dass du dich wieder auf das Wesentliche konzentrieren kannst.

Robin:
„Ich füllte Bewerbungen mit wenig Fokus und Begeisterung aus. Meine Perspektive war größtenteils negativ und mein Selbstwertgefühl gering. Nach unserer Arbeit zusammen hatte ich das Gefühl, meinen Drive zurückgewonnen zu haben. Wir haben positive Geschichten und Aspekte von mir erkundet, die mir Hoffnung, Energie, Motivation, Selbstwert und eine bessere Einstellung zur Jobsuche gegeben haben. Besonders hilfreich war die Selbstreflexion: Janina schafft einen sicheren Raum, hört einem urteilsfrei zu, ist präsent und sehr kreativ in ihrer Herangehensweise. Ich fühlte mich gesehen und gehört, und sie bot unglaublich wertvolles Feedback und Ideen. Oft erkannte sie Dinge, die mir selbst nicht bewusst waren. Das war so motivierend.“

Kann Coaching helfen, blinde Flecken und innere Blockaden sichtbar zu machen?

Wir alle haben sie: Themen, die uns unbewusst bremsen, alte Muster, die uns immer wieder zurückhalten. Oft erkennt man sie alleine nur sehr schwer. Ein Coach kann diese Punkte sichtbar machen und gleichzeitig einen sicheren Raum schaffen, in dem du dich ihnen stellen kannst.

Steph:
„Mein Coaching-Erlebnis mit Janina war extrem positiv. Durch ihre Begleitung konnte ich mehrere tief verwurzelte Themen auf eine ganz andere Weise angehen, als ich es alleine hätte tun können. Auch wenn es herausfordernd war, mich mit den entdeckten Themen auseinanderzusetzen, hat mich ihre geduldige und fokussierte Art sehr unterstützt. Ich konnte ihr vertrauen und offen sein. Das Coaching hat mein Leben spürbar beeinflusst: Indem ich alle Themen laut aussprach und mich dabei sicher fühlte, konnte ich erkennen, was mich aktuell zurückhält, und Strategien entwickeln, diese Herausforderungen zu meistern. Ohne Janinas Coaching hätte ich diese Veränderungen nicht alleine erreicht.“

Hilft Coaching meine eigenen Stärken zu erkennen?

Oft erkennen wir unsere Stärken nicht, weil sie so selbstverständlich erscheinen. Ein Coach hilft dir, deine Potenziale zu sehen, Prioritäten zu setzen und die Richtung zu finden, die wirklich zu dir passt.

Anthi:
„Ich habe meine Sitzungen mit Janina sehr genossen. Janina ist eine Person, bei der man sich wohlfühlt, wenn man sich öffnet und seine Geschichte und Ziele mitteilt. Ihre Kommunikationsfähigkeiten sowie ihre Empathie haben mir geholfen, mich noch mehr auf den Prozess einzulassen und mich auf die nächste Sitzung zu freuen. Sie hat mir sehr dabei geholfen, mich auf das zu konzentrieren und Prioritäten zu setzen, was mir wichtig ist. Sie hat meine Stärken erkannt und mir geholfen, meine tatsächlichen Ziele sowohl auf persönlicher als auch auf beruflicher Ebene zu erkennen. Die wertvollste Lektion, die ich aus dieser Erfahrung gelernt habe, war, mir selbst treu zu bleiben. Das ist etwas, das ich derzeit mit mir trage und auch in Zukunft tun werde. Dank dieser Erfahrung bin ich jetzt beruflich viel besser aufgestellt! Ich würde Janina auf jeden Fall weiterempfehlen!“

Coaching, Beratung und Mentoring: was ist eigentlich der Unterschied?

Oft werden die Begriffe durcheinandergebracht. Dabei bedeuten die drei Wörter verschiedene Dinge: Ein Berater sagt dir, wie etwas geht. Ein Mentor teilt seine eigenen Erfahrungen und zeigt dir Wege, die für ihn funktioniert haben. Coaching hingegen bedeutet, dass du Schritt für Schritt deine eigenen Lösungen entdeckst. Coaching begleitet, hilft dir zu reflektieren und unterstützt dich auf deinem Weg. Du lernst, Entscheidungen bewusst zu treffen, Klarheit zu entwickeln und neue Perspektiven einzunehmen. So entsteht echte Handlungsfähigkeit und du findest deinen eigenen beruflichen Weg.

Steph:
„Zuvor war ich unsicher, was der Unterschied zwischen Coach, Therapeut und Psychologe ist, aber Janina hat ihre Rolle klar beschrieben: nicht zu beraten, sondern zu begleiten. Sie hat während der Sitzungen immer darauf geachtet, mir durch provokative Fragen zu ermöglichen, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen.“
Und sie ergänzt:
„Ich war beeindruckt von Janinas natürlicher Fähigkeit, einen sicheren Raum und ruhige Professionalität zu schaffen. Ich war überrascht, wie leicht es mir fiel, sehr ernste Themen zu teilen, über die ich normalerweise nicht spreche. Janina hat eine exzellente Arbeit geleistet, indem sie einen sicheren, urteilsfreien Rahmen geschaffen hat. Besonders hilfreich fand ich die zwei Minuten Meditation zu Beginn jeder Sitzung, die meinen Kopf frei machte und mir erlaubte, mich vollständig auf die Sitzung zu konzentrieren.“

Fazit: Du kannst es alleine aber musst du das wirklich?

Ja, du kannst deine berufliche Sinnsuche alleine angehen. Ich sage nicht, dass es nicht funktioniert. Du kannst Bücher lesen, YouTube Videos ansehen und weiter Freunde fragen.

Coaching ist kein Muss. Aber es ist eine Abkürzung. Und wenn du schneller Klarheit willst, dich weniger im Kreis drehen willst und endlich Klarheit haben willst, wohin du eigentlich willst, dann ist es die naheliegendste Abkürzung, die es gibt.

Ich erzähle dir kurz, warum ich das nicht nur so sage.

Ich vor vielen Jahren:
Irgendwann war ich so frustriert von meiner Jobsituation, dass ich mir spontan ein Coaching gebucht habe. Ich feierte mich innerlich dafür ( yes, endlich hatte ich eine Entscheidung getroffen, endlich hatte ich gehandelt). Dann saß ich in der Stunde, merkte wie anstrengend das alles war, mit wie viel ich mich da auseinandersetzten musste. Und gleichzeitig war ich frustriert, weil ich dachte, das würde alles schneller gehen. Dann begann ich zu rechnen und dachte, ne das mache ich jetzt doch lieber selbst. Das kriege ich doch auch alleine hin. Und das war ein Fehler.

Und dann tat ich genau das, was die meisten tun: gar nichts. Ich konnte mich nicht aufraffen, war überfordert, wusste nicht wo ich anfangen sollte. Und so vergingen noch mehrere Jahre, in denen ich mich ziemlich lost gefühlt habe. Jahre, in denen planlos versucht habe meine Situation zu ändern, weil mir irgendwie ein klarer Fahrplan fehlte. Ja, irgendwann kam ich dann auch auf meinen Weg, aber es hat wirklich Jahre gedauert und war mit vielen Umwegen verbunden. Und rückblickend hätte ich mir da einiges an Frust und Zeit erspart, wenn ich es sofort mal richtig gemacht hätte.

Wenn du dir das ersparen willst, dann hol dir Unterstützung. Jetzt. Denn die Zeit, die du weiter wartest, bekommst du nicht zurück.

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